Auswärtssieg im Talkessel Drucken
2.Mannschaft
Geschrieben von: Andreas Jahnecke   
Montag, den 20. Mai 2019 um 22:37 Uhr

VfL 96 II siegt deutlich – Eine Halbzeit in Überzahl – Holst trifft dreifach

Spielbericht

„Das geht ja schon wieder gut los“ stöhnte 96 II-Trainer Ronni Schulz, als die gastgebenden Roter Stern Halle III sehr früh durch Anas Abdulkader mit 1:0 in Front zogen (3.). Nach einer hohen Flanke sah es vor dem Tor von Boris Mocek jedenfalls reichlich unsortiert aus und der Schütze konnte den Ball aus Nahdistanz in das Tor drücken. Danach erspielten sich die Blau-Roten jedoch auch ihre Chancen und hatten durch Christopher Holst, Dragan Tomic und noch zweimal Holst durchaus den Ausgleich auf Kopf und Fuß (7., 20., 31., 32.).


Mit mehr Glück ausgestattet waren nach diesen Szenen die Gastgeber. In einer Kontersituation wird Mutlak Kutayba hochgradig abseitsverdächtig im 16er des VfL 96 II angespielt und schiebt das Spielgerät unter dem sich lang machenden Mocek zum 2:0 ein (35.). Daran schlossen sich die „Tore der Gegenzüge“ an. Zuerst knallt Ralf Kürbis aus gut 18 Metern die Kugel zum 2:1-Anschlusstreffer in den oberen Torwinkel (37.) und nach Wideranpfiff ist es Abdulkader, welcher nach abgewehrten Schuss aus Nahdistanz den Abpraller zum 3:1 über die Torlinie drückt (38.). Die 96er fanden auch darauf eine schnelle Antwort. Nach langem Abschlag von Mocek gewinnt Holst sein Laufduell und schiebt flach neben dem zweiten Pfosten ein, 3:2 (40.). Nur weitere zwei Minuten später wurde RSH III-Spieler Torsten Schulze mit glatt Rot des Feldes verwiesen (42.), die 96er somit eine komplette Halbzeit in Überzahl. In diese hätte der VfL 96 II sogar noch mit einem Remis gehen können. Holst scheiterte jedoch bei einem zumindest umstrittenen Strafstoß wegen vermeintlich hohen Beins gegen Lorek am gut reagierenden RSH-Hüter Denis Buchholz (45.+04).

Diesen personellen Vorteil nutzten die 96er nach Wideranpfiff dann auch gnadenlos aus. Bereits früh traf Holst zum 3:3 (50.). Nach Vorbereitung durch Ferdinand Lorek und finalem Zuspiel von Tomic, schob Holst den Ball flach zum Ausgleich ein. Es sollte jedoch noch besser kommen. Ein Freistoß von Heiko Göth wird nicht konsequent durch den RSH III verteidigt und so kommt Thomas Güth aus Nahdistanz zum Abschluss und 3:4 (54.). Jetzt sah man den immer noch bemühten Gastgebern an, dass sich deren „Akkus“ so langsam in Richtung leer bewegten. Das spiegelte sich auch in dem an sich unnötigen wie ungeschickten Foul an Lorek im Strafraum wieder (59.). Der eingewechselte Volkmar Franke schritt zur Ausführung des fälligen Elfers und verwandelte in dessen Wiederholung zum 3:5 (60.). Damit war eine gewisse Vorentscheidung gefallen obwohl sich die „Sterne“ nochmals straffen konnten und ihrerseits zu guten Chancen kamen. Einmal zeigte Mocek eine starke Reaktion, konnte den Ball um den zweiten Pfosten lenken (66.) und zehn Minuten Später klatschte die Kugel an den Querbalken (76.). Beim finalen Treffer des Spiels fanden sich dann nochmals Lorek, Holst, ein flach ausgeführter Abschluss, der zweite Pfosten und aus dieser Mischung entstand der 3:6-Endstand (83.).

„Wir können mit unserer Leistung heute zufrieden sein. Unter nicht einfachen Rahmenbedingungen hatten wir anfangs in allen Mannschaftsteilen diverse Probleme. Dieses war bis zur Pause deutlich zu sehen. Wir sind aber immer wieder zurückgekommen und haben in der zweiten Halbzeit unseren numerischen Vorteil in Tore umsetzen können“, fasste Coach Schulz das Spiel zusammen.

Der VfL spielte mit: Mocek, Göth, Kürbis, Hille, Wippert, Algner (46. Franke), Kryschak, Lorek, Güth (66. Eisenschmidt) , Tomic, Holst

weitere Wechsel: 77. Algner für Franke