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VfL vergisst das Ziel des Spiels, belohnt sich nicht und scheitert PDF Drucken E-Mail
1.Mannschaft
Geschrieben von: Andreas Jahnecke   
Sonntag, den 25. März 2012 um 22:15 Uhr

Landauf, landab ist Fußball als ergebnisorientierte Mannschaftssportart bekannt. Eine ganz bittere Lektion in dieser Hinsicht bekamen die 96er im thüringischen Gotha erteilt und die Erkenntnis, dass Statistiken sich als Muster ohne Wert entpuppen können gleich noch mit dazu. 80% Spielanteile, 80% Ballbesitz, 8:2 Ecken, ein Kontrahent, welcher in den neunzig Minuten gefühlte zehn mal über die Mittellinie kam und am Ende stand man doch mit leeren Händen da.

Die eigene Fahrlässigkeit Dominanz in Tore umzumünzen und zwei folgenschwere Fehler als Ausgangspunkt des finalen Jubels eines völlig überforderten Gastgebers, welcher jedoch auf Grund der eigenen Unzulänglichkeiten am Ende verdient gewonnen hat. Los ging es mit einer Eingabe durch Ricky Wittke von links flach und scharf auf den zweiten Pfosten. Dort stand Benito Baez Ayala, in seinem letzten Auswärtsspiel für 96, zu dicht zwischen Pfosten und Wacker-Hüter Koop und scheitert aus spitzem Winkel (2.).

Der VfL von Beginn an spielüberlegen, mit allerdings noch fehlendem Zug zum Tor. Gothas erste Aktion in Richtung 96-Tor ein Freistoß, welcher aus gut 30 Metern diagonal in den 16er der "Zoologen" gespielt wird. Die Kugel findet den völlig blank stehenden Meisel und der hat aus knapp 5 Metern keine Mühe das Geschenk dankend anzunehmen (17.). Nach dieser überraschenden Führung zog 96 weiter sein gefälliges Spiel auf, die nächste Torchance lies jedoch lange auf sich warten. Nach einem Eckstoß von Martin Wehlert, rauscht Tobias Haufe knapp am Ball vorbei (37.). Wenig später setzt Haufe über halblinks Robin Huth in Szene, dessen scharf vor das Tor gespielte Eingabe findet aber keinen Abnehmer (39.). Wieder ist es Haufe, welcher diesmal ein hohes Zuspiel per Kopf auf Stephan Neigenfink verlängert, der leitet weiter auf Ayala und dessen Abschluss fällt zu schwach aus (43.). Den Schlusspunkt des ersten Spielabschnitts setzt Sebastian Markowitz mit einem Freistoß aus 25 Metern Torentfernung, allerdings genau in die Arme von Koop (44.).

Mit Beginn der zweiten Halbzeit ein unverändertes Bild, 96 sofort wieder präsent und gleich mit der nächsten Chance. Wittke flankt von links auf den am zweiten Pfosten lauernden Wehlert und der köpft entgegen der Laufrichtung von Koop und hat Pech, dass die Kugel lediglich entlang der Torlinie rollt und aus der Gefahrenzone befördert werden kann (53.). Mit fortschreitender Spielzeit verdichten sich die Einschussmöglichkeiten für die Trothaer weiter. Haufe nach Freistoß per Kopf, zur Ecke geklärt (56.), Wehlert aus Nahdistanz in das Außennetz (63.), Wittke mit Schussversuch aus 15 Metern, vorbei (65.), Marius Nowoisky nach Flanke von Huth per Kopfball, vorbei (78.) und schließlich nochmals Haufe nach einem Freistoß und ebenfalls per Kopf vorbei (80.).

Dann die spielentscheidende Szene. Der fast beschäftigungslose Rene Hartleib spielt den Ball zu Stephan Karau und dessen schlampiges Abspiel auf Höhe Mittellinie, landet in den Füßen eines Gothaers. So entstand gegen die aufgerückten 96er eine Überzahlsituation, welche durch Klaus aus Nahdistanz zum Endstand abgeschlossen wurde (87.).

So war es kein Wunder, dass man nach dem Abpfiff in den Reihen der Blau-Roten einigermaßen bedient war. "Ein so klar dominiertes Spiel zu verlieren ist hart. Ich kann aber meiner Mannschaft nur vorwerfen, dass sie sich nicht belohnt hat." So Cheftrainer Lars Holtmann. Präsidiumsmitglied Dr. Volker Mothes und 96-Chefarchivar Steffen Hechler befanden übereinstimmend, "dass man mit hoher Wahrscheinlichkeit auf lange Zeit nie wieder so leicht an drei Punkte kommt." Dem ist nichts hinzuzufügen.

FSV Wacker Gotha - VfL Halle 96 ... 2:0 (1:0)

Torfolge: 1:0 Meisel (17.), 2:0 Klaus (87.)

Zuschauer: 73