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Die selbst organisierte Niederlage PDF Drucken E-Mail
2.Mannschaft
Geschrieben von: Andreas Jahnecke   
Dienstag, den 17. September 2019 um 05:59 Uhr

VfL 96 II verliert Spitzenspiel – Wenig Bindung erkennbar – Weitere Heimspiele folgen

Spielbericht

Am Ende des Spitzenspiels der 1. Stadtklasse zwischen Tabellenführer VfL 96 II und dem punktgleichen Zweiten Post TSV Halle war man sich schnell einig „das wir uns diese Niederlage kollektiv selber organisiert haben“, wie Trainer Ronni Schulz das Gebotene schnell, kurz und richtig einordnete. Über die neunzig Minuten Spielzeit gönnten sich die 96er einfach zu viele leichte Ballverluste und Fehlpässe im numerisch hohen Bereich. „Da waren zu viele einfache Ballverluste dabei, welche richtig weh tun“, meinte Mario „Boniek“ Hirsekorn, Oberligaaufsteiger 1995 und langjähriges aktives Teammitglied der „Zwooten“ und erhielt zu seiner Einschätzung zumeist Zustimmung.

Unstrittig auch die zu Tage getretenen Schwächen bei Standards, sei es für oder gegen sich. Eigene Eck- und Freistöße wurden zumeist eine sichere Beute des Kontrahenten, während im Umkehrschluss die „Post“ zwei Treffer durch Unzulänglichkeiten der 96er in der Defensive bei Standards erzielen konnte. Und beide Gegentreffer entsprangen dabei dem gleichen Schnittmusterbogen. Beim 0:1, nach Ecke, erfolgte die „Postzustellung“ im komplett freien Stand aus Nahdistanz am 2. Pfosten (20.). Dem 1:2 folgte ein Freistoß von der linken Strafraumkante. Hier wurde der Ball wiederum hoch in Richtung 2. Pfosten gespielt und dieses Mal unbedrängt aus Nahdistanz per Kopf erfolgreich verarbeitet (83.). Dabei hatten die Blau – Roten eine Trendwende des Spiels eigentlich auf den Füßen, wenn man der althergebrachten Lehre der Psychologie in Sachen „Eigene Tore zum günstigen Zeitpunkt“ folgen mag. Pawel Trzaska erobert im Mittelfeld den Ball, zieht in Richtung 16er, legt quer zum mitgelaufenen Christopher Holst auf und der verwandelt überlegt mit Flachschuss zum 1:1 – Pausenstand (45.).

Mit Eröffnung der 2. Halbzeit sollte sich am weiteren Spielverlauf dann aber nichts ändern. Die 96er blieben ihrem an diesem Tag fehlerbehafteten Stil treu und der Gast brauchte eigentlich nur weiter geduldig auf die Fehler zu warten. Damit nichts zu tun hatte aber die Szene als 96 – Schnapper Boris Mocek zu einer großen Aktion die Bühne betrat. Einen Freistoß des PTSV aus etwa 18 Metern, linke Strafraumkante,  kratzt Mocek aus dem oberen Torwinkel (71.) über das Quergestänge! Nach der 1:2 – Gästeführung zieht Holst von der rechten Strafraumkante flach und scharf auf den 2. Pfosten ab, wo der Ball haarscharf vorbei rauscht (84.). Die Spielentscheidung folgte, fast logisch an diesem Tag, nach einem erneuten Ballverlust der 96er in der Vorwärtsbewegung. Der in Folge steil geschickte „Postler“ behielt die Übersicht und machte flach und platziert das 1:3 (88.). Damit war der Endstand hergestellt, auch weil Trzaska mit einem Freistoß aus 20 Metern nur den Außenpfosten traf (90.). In Summe siegte die „Post“ nicht unverdient, weil sich die Gäste weniger eigene Fehler leisteten und die der 96er dreimal für sich zu Nutzen verstanden.

Bereits am kommenden Samstag, 21.9.2019, 13:00 Uhr, kann im nächsten Heimspiel Widergutmachung betrieben werden und das wäre bei Gelingen auch ein passendes Geburtstagsgeschenk für … . Aufklärung im Bericht dann zum Spiel gegen den Nietlebener SV Askania 09 III .

Der VfL spielte mit: Mocek, Göth (58. Algner), Hille, Möhle, Wippert, Medina, Trzaska, Holst, Tomic (46. Zerban), Drese, Spieker