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Nächstes Spiel

NOFV-Oberliga Süd 2017/2018 - Spieltag 9
Sa., 21. Okt. 2017 14:00
VfL Halle 96
VfL 96
-:- FSV Barleben 1911
FSV 1911

Die Tabelle

# Team Diff Pkt
1 Bischofswerda 14 18
2 VFC Plauen 5 16
3 FC Eilenburg 9 13
4 1.FC Stendal 8 13
5 TV Askania 4 13
6 FC CZ Jena II 3 13
7 FC Rudolstadt 7 12
8 Inter Leipzig 4 12
9 Sandersdorf 2 9
10 VfL Halle 96 -4 9
11 SV SCHOTT -7 8
12 FSV Barleben -4 7
13 SVE Kamenz -7 5
14 VfB Krieschow -11 4
15 Merseburg 99 -14 2
16 Wismut Gera -9 1
Oberliga: verdiente Niederlage in Eilenburg PDF Drucken E-Mail
1.Mannschaft
Geschrieben von: Daniel Schierhold   
Samstag, den 23. September 2017 um 20:51 Uhr

SpielberichtDas beim Fußball Emotionen und Leidenschaft eine große Rolle spielen ist hinlänglich bekannt - das diese nicht immer nur positiver Natur sein müssen, sondern sich auch in Niedergeschlagenheit und Enttäuschung manifestieren können, haben Spieler, Trainer und Fans des VfL Halle am gestrigen Freitag Abend erneut festgestellt. Ebendiese Gefühle waren auch der Grund dafür, dass der Autor dieser Zeilen einen gewissen zeitlichen Abstand brauchte um das Erlebte schriftlich festhalten zu können.

Die Reise ins nordsächsische Eilenburg begann für die mitreisenden Hallenser mit durchweg positiven Eindrücken - das charmante Ilburgstadion, die Flutlichtanlage und die Organisation rund ums Spiel waren einwandfrei und überdurchschnittlich gut für einen Aufsteiger. Das selbe Bild bot, zum Leidwesen der VfLer, jedoch auch die Mannschaft des FC Eilenburg.

Der Gastgeber begann engagiert und forsch, nahm das Heft des Handelns in die Hand und drängte auf den frühen Führungstreffer. In der 8. Spielminute sollte er fallen: Philipp Sauer setzt sich auf der linken Angriffsseite durch, dribbelt bis zur Grundlinie in den 16er und als Max Stamer und seine Hintermannschaft mit einem Querpass rechneten, schloss er überlegt in die kurze Ecke ab. Das 1:0 zu diesem Zeitpunkt nicht unverdient.

Halle 96 hatte den Eilenburger Angriffsbemühungen in der ersten halben Stunde nichts entgegenzusetzen und so war das 2:0 in der 32. Minute die logische Konsequenz. Erneut ist es Sauer, der sich von links in den Strafraum rackert - der Abschluss rutscht ihm derart glücklich über den Schlappen, dass sich der Ball in einer unhaltbaren Bogenlampe ins lange Eck senkt. Höchstwahrscheinlich nicht in dieser Form beabsichtigt, dennoch ein Traumtor.

Bis zur Pause war nur noch Eilenburg am Ball, doch die Hintermannschaft des VfL versuchte mit hohem Engagement den Schaden in Grenzen zu halten - exemplarisch sei hier die Rettungstat von Lukas Englich aus der 39. Minute erwähnt.

Ein zaghafter Angriffsversuch des VfL wurde dann vom pünktlichen Pausenpfiff durch Schiedsrichter Bartnitzki unterbrochen.

Halbzeit, Pausentee und eine Ansprache von Trainer René Behring folgten. Letztere schien kurz zu fruchten, denn die erste Aktion im zweiten Durchgang hatte der VfL: Ein Freistoß aus guten 20 Metern Torentfernung wird von Max Worbs über das gegnerische Gehäuse befördert.   Das zarte Aufbäumen der Sechsundneunziger macht Christoph Bartlog in der 51. Minute zunichte. Diesmal lief der Angriff über die rechte Eilenburger Seite, Bartlog wird perfekt im Strafraum in Szene gesetzt, lässt einen Verteidiger aussteigen und schiebt überlegt ins lange Eck zum 3:0 ein.

Der VfL wollte sich nicht geschlagen geben und bewies Kampfgeist und Moral. Ein Doppelwechsel in der 57. Minute brachte mit Shoshi und Zimmermann neuen Schwung in die Offensivarbeit der Gäste - es sollte jedoch bis zur 73. Minute dauern, ehe Arnold Schunke, nach einer Ecke, einen Ball in Richtung des Eilenburger Kastens absenden kann.   Das war's dann auch schon in Sachen Torgefahr.

Ganz anders auf der Gegenseite: der Gastgeber setzt sich bissig und aggressiv auf seiner linken Angriffsseite durch und findet den, zuvor für Sauer ins Spiel gekommene, Dennis Kummer in der Mitte, welcher ebenfalls Übersicht beweist und überlegt zum 4:0 (81.) einschiebt.

Das Spiel war gelaufen und die mitgereisten VfL-Fans unter den 278 Zuschauern sangen den ersehnten Abpfiff herbei. Zum zweiten mal hintereinander stellt ein Aufsteiger dem Oberliga-Dino Halle 96 die Beine. Tragisch, auch wenn Eilenburg zu keiner Zeit den Eindruck eines Liganeulings vermittelte. René Behring wird in der kommenden Woche die richtigen Worte finden um die vergangenen Spiele auszuwerten und die Mannschaft sicher auf das nächste Heimspiel vorzubereiten - denn am Samstag, 30. September, gastiert ab 14.00 Uhr mit Einheit Kamenz der nächste Aufsteiger am Zoo. Und auch das ist eine goldene Regel des Fußballs: aller Emotion zum trotz, beginnt das nächste Spiel wieder mit 0:0.

 

Der VfL spielte mit: Stamer, Englich, Schammer, Renner, Nkem (57. Zimmermann), Worbs, Hilprecht (57. Shoshi), Schunke, Kowalewicz, Hahn (80. Soueidan), Niesel