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Nächstes Spiel

Vorbereitung 2017/2018 - Testspiel
So., 14. Jan. 2018 15:00
Ford-Cup
Cup
-:- VfL Halle 96
VfL 96

Die Tabelle

# Team Diff Pkt
1 Bischofswerda 30 38
2 Inter Leipzig 30 36
3 VFC Plauen 6 31
4 FC Eilenburg 19 29
5 FC CZ Jena II 7 25
6 TV Askania 6 23
7 Sandersdorf 5 21
8 VfL Halle 96 -5 18
9 SV SCHOTT -11 18
10 1.FC Stendal -3 17
11 FSV Barleben -18 14
12 FC Rudolstadt -2 13
13 SVE Kamenz -9 13
14 VfB Krieschow -21 10
15 Wismut Gera -13 9
16 Merseburg 99 -21 8
Drei Punkte für das Selbstbewusstsein PDF Drucken E-Mail
1.Mannschaft
Geschrieben von: Andreas Jahnecke   
Sonntag, den 22. April 2012 um 10:53 Uhr

Unterschiedlicher konnten die Gefühlswelten nach den 90 Minuten von Probstheida garnicht dargestellt werden, als auf der Pressekonferenz in der "Lok-Lounge" nach Spielende geboten. Auf der einen Seite 96-Coach Lars Holtmann, welcher sich über "eine gute Mannschaftsleistung, gemischt mit etwas Glück" freute. Das Kontrastprogramm dazu durch Lok-Trainer Willi Kronhart, welcher zum Rundumschlag ausholte, was alles nicht so ist, wie es aus seiner Sicht sein sollte.

Aus Sicht der aufstiegsambitionierten Gastgeber ein Spiel, in welches man so gut wie gar nicht rein kam und mit fortschreitender Zeit der Schalter nicht mehr umgelegt werden konnte. Das erkannt und genutzt zu haben, wohl der Schlüssel zum blau-roten Erfolg. Gegen eine behäbige "Lok" machte 96 geschickt die Räume dicht und zwang so den Kontrahenten immer wieder das Spiel in die Breite zu ziehen und Rückpässe zu produzieren. Das hatte zur Folge, dass ein geordnetes Aufbauspiel so gut wie gar nicht bei den Blau-Gelben stattfand.

Chancen somit fast Fehlanzeige. Die Wenigen sind dann auch schnell aufgezählt. Bachmann zielt im 16er in Richtung zweiter Pfosten, Rene Hartleib klärt zur Ecke (7.). Dann kann Stephan Karau dem abseitsverdächtig stehenden Kittler den Ball vom Fuß spitzeln (11.). Wenig später ist es wieder Kittler, welcher nach Flanke von rechts jedoch das Kunststück fertig bringt das Spielgerät aus 3 Meter Torentfernung per Kopf am Tor vorbei zu befördern (15.). Der VfL bemüht, gelegentlich eigene Chancen zu kreieren und Spielsicherheit zu gewinnen. Mit fortschreitender Spielzeit gelang dies ebenso immer besser, wie die Annahme und Gestaltung der Zweikämpfe.

Einer der ersten druckvollen Angriffe läuft über die rechte Außenbahn mit abschließender hohen Eingabe. In diese gehen am 11-Meter-Punkt Lok-Hüter Gäng und Tobias Haufe. Gäng will auf Nummer sicher gehen und faustet die Kugel zentral aus dem Leipziger Strafraum, jedoch genau zu Oliver Laube. Der erkennt die Gunst der Situation und befördert den Ball direkt aus knapp 25 Metern, über Gäng hinweg, in Richtung Lok-Tor, dessen Netz sich wenig später zur Gästeführung wölbt. 0:1, ein Traumtor (21.)! Bis zum Pausenpfiff durch Spielleiter Christopher Musick (Friedland) tat sich dann nicht mehr viel.

Aus der Halbzeitpause kam der Gastgeber dann mit mehr Engagement. Der eingewechselte Racko scheitert aus guter Position am wieder glänzend reagierenden Hartleib (47.). Die erste ernsthafte Offensivaktion der Trothaer im zweiten Spielabschnitt ergab dann auch gleich die beste Torchance bis dahin. Ricky Wittke erhält auf Höhe Torraum den Ball, scheitert aber an Gäng (58.). Fast im Gegenzug sieht Brodkorb Hartleib etwas zu weit vor seinem Tor und versucht sich aus etwa 40 Metern. Der Ball streicht am Tor der "Zoologen" vorbei (60.). Ein Stockfehler von Sebastian Markowitz bringt Racko in Schussposition. Dessen Abschluss aus 8 Metern entschärft Hartleib (62.).

Drei Minuten später kommt bei den Leipzigern mit Hildbrandt eine neue Offensivkraft in das Spiel (65.). Dessen erste Aktion, eine scharfe und flach vor das Tor gespielte Eingabe. Diese kann von Hartleib nicht festgehalten werden und Ristovski staubt aus Nahdistanz zum Ausgleich ab (67.). Jetzt wachte Lok richtig auf, verstärkte den Druck auf das Tor der Nordhallenser und die hatten nun noch gut zu tun. Gewühl im 16er nach Eckstoß, der Ball rollt, nach Versuch mit der Hacke, am Tor vorbei (70.). Hildebrandt nimmt zentral einen abgewehrten Ball aus gut 30 Metern volley, Hartleib auf dem Posten (70.).

Der VfL mit nur noch wenig Entlastung in dieser Spielphase. Einer der letzten Vorstöße endet bei Patrick Selle, 10 Meter vor dem Tor. Die Direktabnahme geht über den Querbalken (82.). Als sich Aktive wie auch Zuschauer so langsam mit einem Remis vertraut machten, sollten sich in den letzten Minuten die Ereignisse noch überschlagen. Erst zeigte Musick, nach einer unübersichtlichen Szene im Hallenser Strafraum, auf den Punkt. Engler schnappt sich den Ball, führt aus und - scheitert an Hartleib (86.). Erneuter Angriff der "Loksche" dann über halblinks, langer Ball, Karau klärt per Kopf, die Abwehraktion wandelt sich zur Vorlage für Haufe. Der marschiert in den Strafraum und platziert die Kugel, an Gäng vorbei, im langen unteren Toreck zum 1:2 Endstand (88.). So rollten dann 2 "Party-Kleinbusse" zurück an den Halleschen Zoo, zumal 96 Vize Volkmar Knoll telefonisch noch den Kauf von 2 Kisten "Isotonisches Getränk Pilsner Brauart" anordnete.

1.FC Lok Leipzig - VfL Halle 96 ... 1:2 (0:1)

Aufstellung: Hartleib, Huth, Karau, Markowitz, Selle, Wittke, Wehlert, Cachay (89. Pilz), Neigenfink, Laube (77. Kasch),
Haufe (90. Klein)

Torfolge: 0:1, Oliver Laube (21.), 1:1 Ristovski (67.), 1:2 Tobias Haufe (88.)

Zuschauer: 2633